Spielbericht 16. Spieltag

Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 2:6

Ein Törchen kommt selten allein
2:6-Sieg bei Eintracht Frankfurt – dritter 6er der Saison – Drei Tore von Naldo

FRANKFURT. Diese Woche lief für den SV Werder Bremen alles andere als glücklich ab. In der Champions-League verlor man im Gruppenfinale beim FC Barcelona mit 0:2 – und war die ersten 20 Minuten komplett chancenlos. Es war eine Demonstration von Fußballkunst des FC Barcelona, und Werder schaute zu. Nun hieß es, gegen Frankfurt eine Trotzreaktion folgen zu lassen um erst gar keine Gedanken von einer neuen Krise aufkommen zu lassen. Für diese Mission standen Thomas Schaaf verletzungsbedingt der Kapitän Frank Baumann und die Entdeckung der Saison – Aaron Hunt – nicht zur Verfügung. Daniel Jensen und der wieder erstarkte Ivan Klasnic ersetzten die Ausfälle in der Startelf.

Schon von Beginn an lies Werder keinen Zweifel an einem Bremer Erfolg in der ausverkauften Commerzbank-Arena zu Frankfurt aufkommen. Schon nach 3 Minuten spielte sich Naldo durch einen Doppelpass mit Klasnic frei in den Strafraum und schoss in die rechte Ecke ein – 1:0 für Werder. Jedoch folgte im direkten Gegenzug die Enttäuschung: Nach einem Freistoß des Frankfurters Albert Streit köpfte Russ freistehend ein – Tim Wiese faustete dahinter ins Leere (4.) – der Ausgleich. Es ging munter weiter, fast hätten Meier (7.) oder Takahara (8.) die Führung für die Platzherren erzielt. Doch die Werderaner ließen sich nicht beirren, Daniel Jensen schob einen Pass von Ivan Klasnic zum 2:1 für die Bremer ein (11.). Anschließend beruhigte sich das Spiel ein wenig, Werder behielt die Oberhand und ließ die Frankfurter kaum nach vorn kommen. In der 31. Minute wurde das Schweigen gebrochen, und Naldo holte aus zum 2. Streich: Nach einem Freistoß von Torsten Frings köpfte der Brasilianer freistehend zum 3:1 ein. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal unruhig nach einem erneuten Freistoß von Streit erzielte Kyrgiakos ein Kopfballtor – doch es wurde wegen Abseitsstellung nicht anerkannt (40.). So gingen die Bremer mit einem verdienten 3:1 in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel begann es wieder Schlag auf Schlag, und Naldo erzielte sein 3. Tor – und dieses Mal per Freistoß: aus 22 Metern ballerte er die Kugel ins rechte Eck des Frankfurter Tores (47.). In der Folgezeit konnte Werder-Keeper Tim Wiese mehrmals glänzen und parierte u.a. gegen Ochs (60.), Takahara (66./78.) oder Streit (68./73.). Beim überfälligen 2:4 durch Kyrgiakos war der gebürtige Rheinländer jedoch machtlos. Anschließend erstarkten die Bremer wieder und konterten die Hausherren in den Schlussminuten aus: Klose köpfte den Ball aus dem eigenen Strafraum, Diego dribbelte bis zum gegnerischen 16er, schob quer auf den mitgelaufenen Klose, und im Nachsetzen konnte der eingewechselte Jurica Vranjes auf 2:5 erhöhen (86.). In der Schlussminute durfte sich auch Diego wieder in die Torschützenliste eintragen: Der Brasilianer stellte durch einen Flachschuss den 2:6-Endstand für die Ballermänner der Liga ein.

Es war bereits das dritte Mal, dass Werder auswärts 6 Tore schoss, mit nunmehr 45 Toren ist man absolute Spitze, der Zweitbeste (Stuttgart) hat 28 Tore auf dem Konto. Mit einer Tordifferenz von +24 und 33 Punkten steuern die Bremer die Weihnachtsmeisterschaft an. 2 Punkte liegt der SV Werder vor dem VfB Stuttgart. Am kommenden Samstag, dem letzten Spieltag der Hinrunde trifft man im heimischen Weserstadion auf den VfL Wolfsburg.

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