Spielbericht 14. Spieltag

Werder Bremen – Hertha BSC Berlin 3:1

Warmgeschossen für Barcelona
3:1-Erfolg gegen Hertha BSC – Doppelpack durch Klose – Elfer von Diego

BREMEN. Wie viel wurde vorher über dieses Spiel geredet: Werder Bremen zu Gast beim FC Barcelona, es geht um nichts Geringeres als den Einzug in das Champions-League-Achtelfinale. Kaum einer interessierte sich vorher für die Bundesliga-Partie gegen Hertha BSC – sagten alle. Doch gerade Thomas Schaaf und die Mannschaft nahm die Aufgabe sehr ernst.

Von Anfang an machten die Bremer vor 40.000 Zuschauern das Spiel und ließen den Gästen aus der Hauptstadt kaum Chancen. Schon früh hatten Hugo Almeida (4.), Per Mertesacker (9.) und Tim Borowski (13.) gute Tor-Möglichkeiten. Es haperte jedoch an der Chancenverwertung, ehe Werder einen nicht unumstrittenen Elfmeter zugesprochen bekam: Spielmacher Diego schnappte sich selbstbewusst den Ball von Miroslav Klose und versenkte durch einen strammen Schuss ins linke Eck zum 1:0 für Werder (24.). Ein Protagonist des Spiels wurde der Berliner Verteidiger Josip Simunic, der erst den Elfmeter durch ein Handspiel verursachte, doch dann eine Minute nach dem 1:0 eine Unsicherheit in der Bremer Hintermannschaft nutzte, um den glücklichen Ausgleich für die Hertha zu erzielen (25.). Doch Werder war nicht geschockt und konnte schon kurz darauf erneut in Führung gehen: der Kameruner Pierre Womé marschierte auf der linken Seite bis an den Strafraum, flankte präzise auf Miro Klose und dieser köpfte den Ball gegen die Laufrichtung des Hertha-Keepers zum 2:1 ein (32.). Die Klose-Show hatte nur 8 Minuten später ein 2. Kapitel: aus schier unmöglicher Position an der Strafraumkante dribbelte sich Klose vorbei an Simunic und schoss den Ball dann unter den Armen von Fiedler ins Tor (40.) – wie in der Vorwoche ein Doppelpack durch den WM-Torschützenkönig. Mit dieser 3:1-Führung im Rücken ging es in die Halbzeit.

Nach der Pause schaltete Werder einen Gang zurück, wollte sich für den Champions-League-Knaller schonen. So kamen die Berliner zu Chancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Werder beschränkte sich auf Konterfußball doch kontrollierte trotzdem das Spiel. Die Hertha hatte mehr vom Spiel und hätte auch mit 3:2 in Führung gehen müssen, doch Schiedsrichter Herbert Fandel gab den 2. Treffer von Simunic wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht (72.). 4 Minuten vor Schluss hatten die Berliner durch Gilberto noch einmal die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer, doch es blieb beim letztlich verdienten 3:1-Heimsieg für die Werderaner.

Durch diesen Sieg stürmten die Bremer wieder die Tabellenführung (30 Punkte), gefolgt von Schalke (29) und dem VfB Stuttgart (28). Die Schalker jedoch können im Sonntagsspiel wieder an die Spitze zurückkehren. Am kommenden Dienstag, den 5. Dezember 2006 steigt dann für Werder Bremen das Spiel des Jahres – die Bremer könnten durch ein Unentschieden beim FC Barcelona den amtierenden Champions-League-Sieger und spanischen Meister aus der Königsklasse rauskicken. Bei einer Niederlage spielen die Grün-Weißen im UEFA-Cup weiter. Am darauf folgenden Samstag steht dann die Bundesliga-Begegnung bei Eintracht Frankfurt an.

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