Spielbericht 12. Spieltag

Alemannia Aachen – Werder Bremen 2:2

Ein Zielsprint mit Gegenwind
2:2 in Aachen – später Ausgleich durch Klose – 2 Mal Rückstand aufgeholt

AACHEN. Nach dem Länderspiel, der Bundesliga-Woche und der Champions-League haben viele Akteure Werder Bremen schon die 3. englische Woche in Folge in Knochen stecken – und es wird die nächste folgen. Da soll Alemannia Aachen ein Gegner werden, bei dem man ohne viel Aufwand 3 Punkte nach Bremen entführen kann. Doch auch die Aachener, die vor heimischer Kulisse in dieser Saison noch nicht viele Punkte geholt haben, hatten einiges gut zu machen. So gingen beide Mannschaften motiviert in die Partie, vor allem für Torsten Frings, der in Aachen mit dem Fußball spielen angefangen hat, war es eine besondere Partie.
Trainer Thomas Schaaf konnte erstmals seit Wochen wieder auf Tim Borowski zurückgreifen. Dafür fehlten weiterhin Christian Schulz und Frank Baumann, die durch Pierre Womé und Vurica Vranjes ersetzt wurden.
Auf dem proppevollen Aachener Tivoli begann die Alemannia stark, gewann mehr Zweikämpfe und hatte die besseren Chancen – die Bremer starteten schlecht ins Spiel, der Kräfteverschleiß war spürbar. Schon nach 2 Minuten hatte Fiel die erste Möglichkeit für die Schwarz-Gelben. So dauerte es bis zur 31. Minute, ehe Werder das erste Mal Gefahr für das Aachener Tor ausstrahlte, doch Diego Distanzschuss verfehlte das Tor knapp. Dann der Schock für die Grün-Weißen: nach mehreren misslungenen Abwehraktionen köpfte der freistehende Sascha Rösler die Führung für die Hausherren ein (34.). Werders Antwort lies nicht lange auf sich warten, doch weder Klose (36.) noch Vranjes (39.) konnten den Ball im Tor von Kristian Nicht unterbringen. So blieb es zur Pause bei der verdienten 1:0-Führung.
Nach dem Seitenwechsel setzten die Bremer ihren Offensivdrang fort, und wurden prompt dafür belohnt: nach einem Freistoß von Aaron Hunt markierte Per Mertesacker per Kopf sein erstes Tor für den SV Werder Bremen (48.) und den gleichzeitigen Ausgleich. Die Einwechslung von Daniel Jensen für den schwachen Vranjes(46.) machte sich schon bezahlt. Doch die Hanseaten verpassten es, den Führungstreffer zu erzielen – Borowski (57.) und Fritz (63.) scheiterten am starken Aachener Keeper. Auf diese Chancen folgte die erneute Ernüchterung: Neu-Nationalspieler Jan Schlaudraff umspielte die komplette Bremer Hintermannschaft und lupfte dann über Tim Wiese ins Tor (68.) zum 2:1 für die Alemannia. Thomas Schaaf brachte daraufhin Hugo Almeida für Borowski (69.) – der nur zehn Minuten später fast für den erneuten Ausgleich gesorgt hätte, doch sein Schuss wurde erneut von Nicht pariert. Anschließend wurde Werder immer stärker, und so war es der WM-Torschützenkönig Miroslav Klose, der das 2:2 – erneut per Kopf – besorgte (79.). Und die Bremer machten weiter Druck, und kamen zu weiteren Chancen in der Schlussviertelstunde. Den Höhepunkt setzte Naldo, doch seinen Volley-Schuss in der Nachspielzeit konnte Nicht durch eine erneute Parade noch ablenken, sodass es beim letztendlich gerechten 2:2-Unentschieden blieb.

Durch diesen Punkt behaupteten die Bremer Platz 2 in der Tabelle – neue Spitzenreiter ist der FC Schalke 04, der glücklich bei Energie Cottbus gewann. Am kommenden Dienstag folgt das Schicksalsspiel für den SV Werder in der Champions-League-Gruppenphase gegen den FC Chelsea London. Wenn der Ballack-Club im heimischen Weserstadion besiegt wird, steht das Tor zum Achtelfinale weit offen – eine Niederlage könnte das Aus bedeuten. Die nächste Bundesliga-Partie findet am 25.11. gegen Arminia Bielefeld statt. An diesem Spiel wird Spielmacher Diego nicht teilnehmen, der sich gegen Aachen die 5. gelbe Karte abgeholt hat.

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