Spielbericht 9. Spieltag

Saison 2006/07, 27.10.2006:
FSV Mainz 05 – Werder Bremen 1:6

Balle, Balle, Werder (voll-)strecke – wieder 6 Buden !!!
6:1-Erfolg bei Mainz 05 – 15. Tor in 3 Spielen – Klose trifft wieder

MAINZ. Ein Spiel der Gegensätze am Freitagabend im Mainzer Bruchweg schon vor der Partie: Auf der einen Seite der FSV Mainz 05, seit 8 Wochen sieglos und auf der anderen Werder Bremen, in der Liga soeben den Rekordmeister FC Bayern aus dem Weserstadion geschossen und im letzten Auswärtsspiel 6:0 in Bochum gewonnen. Da kann auch die anhaltende Verletzungspause von Tim Borowski die Stimmung nicht vermiesen, zumal Per Mertesacker und Frank Baumann kurz vor Spielbeginn doch noch grünes Licht geben konnten – so bot Thomas Schaaf die selbe Mannschaft wie im Spiel gegen Bayern München auf.

Und jene Elf zeigte in den ersten 21 Minuten schon, was in ihr steckt – von Beginn an waren die Werderaner spielbestimmend und hatten in Form von Torsten Frings schon nach 5 Minuten die erste Torchance. 8 Minuten später dann die Erlösung für Miroslav Klose: nach 795 torlosen Minuten konnte der WM-Torschützenkönig nach einem Traumpass von Aaron Hunt das 1:0 für Werder erzielen (14.), nachdem er sich bemerkenswert durch die Abwehr dribbelte und schließlich in leere Tor einschoss. Auch danach sollte es der Tag der Stürmer bleiben, denn auch das 2. Tor bereitete ein Stürmer für den anderen vor, diesmal aber andersherum: nachdem erneut die Abseitsfalle der Mainzer nicht aufging, lief Klose allein auf Wache zu, doch statt selbst zu vollstrecken schob er den Ball zum besser postierten Aaron Hunt, der den Ball sicher einnetzte (20.). Und nur eine Minute später dann ein erneuter Rollentausch: Aaron Hunt lief auf der rechten Seite in den Strafraum und spielte zum Nationalmittelstürmer, der den Ball aus 12 Metern mit der Innenseite versenkte, und damit für die Vorentscheidung in der Partie sorgte. Die Mainzer, die zwar zu vereinzelten Torchancen kamen, konnten diese aber nie nutzen und wirkten oft unglücklich. Nach der 3:0-Führung schienen sie konsterniert und hatten Glück, dass der Heber von Diego (35.) nicht ins Tor ging und dass das reguläre Tor von Aaron Hunt (44.) wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. So ging es mit einem auch in dieser Höhe verdienten 3:0 in die Kabinen.
Nach der Pause stellte Werder seinen berühmten Hochgeschwindigkeitsfußball ein und schaltete 2 Gänge zurück – doch trotzdem kamen die Mainzer lange nicht zu zwingenden Aktionen. Doch in der 77. Minute dann musste Tim Wiese nach einem Fehler hinter sich greifen, da er einen eigentlich schwach geschossenen Freistoß von Azaouagh (74.) nicht parieren konnte. Doch dann brachen wieder die in dieser Saison oft zitierten letzten Werder-Minuten an: zum Rollentausch, der 4. Akt: Schuss von Klose, Wache pariert und Hunt konnte freistehend zum 4:0 einschießen (75.). Dann meldete sich das Sturmduo ab, wurde von Ivan Klasnic und Mohamed Zidan ersetzt, und die Brasilien-Connection begann seinen Sturmlauf: In der 80. Minute setzte sich Diego auf der rechten Seite durch und flankte direkt auf Naldo, der den Ball mit einem wuchtigen Kopfstoß im Tor der Mainzer unterbrachte. Der Spielmacher selbst war es dann, der dem Schützenfest ein Ende setzte: sein abgefälschter Schuss markierte das 6:1 und war Diegos 2. Scorerpunkt. Damit steuerte der kleine Brasilianer in den letzten 5 Spielen jeweils 1 Tor bei.
Für der SV Werder war der 5. Pflichtspielsieg in Folge gleichzeitig die Verteidigung der Tabellenführung. Mit nunmehr 21 Toren nach 9 Spielen ist man mit einer Tordifferenz von +16 außerdem noch die mit Abstand attraktivste Mannschaft der Bundesliga. Am kommenden Dienstag, dem Tag der Reformation, wartet die lange Reise nach Sofia, wo die Bremer in der Champions League mit einem Sieg in Bulgarien in der Hammer-Gruppe am FC Barcelona vorbeiziehen könnte. Am darauf folgenden Samstag, dem 4.11. wartet steigt dann erneut das „Spitzenspiel“ in Bremen: zu Gast ist der Tabellenvierte Energie Cottbus. Die Lausitzer fahren mit der Empfehlung eines Heimsieges gegen Hertha BSC an die Weser.

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