Spielbericht 8. Spieltag

Saison 2006/07, 22.10.2006:
Werder Bremen – Bayern München 3:1

Durch München weht ein kalter Wind… aus dem Norden !!!

3:1-Sieg gegen den FC Bayern – gute Mannschaftsleistung – 1. Tor von Womé

BREMEN. In 93 Länder wurde die Spitzenpartie schlechthin des deutschen Fußballs live übertragen. Wenn Werder Bremen und Bayern München aufeinander treffen, dann ist in Bremen immer eine besondere Stimmung, in den letzten Jahren nur eine Heimniederlage, doch oftmals waren dies keine Spitzenspiele. Doch diesmal sollte das anders werden – trotz der Ausfälle der 2 Nationalspieler Tim Borowski und Christian Schulz, die durch Jurica Vranjes und Pierre Womé ersetzt wurden, gingen die Hansestädter motiviert in die Partie – mit einem 2:0-Sieg unter der Woche in der Champions-League gegen Levski Sofia im Rücken. Auch der FC Bayern war unter der Woche in der Königsklasse aktiv und konnte ebenso sein Spiel gewinnen.

Doch von Anfang an spielte nur Werder: bereits nach 1 Minute der erste Eckstoß, den Oliver Kahn mit einer Parade über das Tor lenken konnte. Die Münchner konnten im ausverkauften Weserstadion zu Beginn keine Akzente setzen, die Bremer kontrollierten die Partie nach Belieben. Folgerichtig fiel auch das 1:0 (11.) – und wieder einmal war es der im Moment überragende Diego: nach einem Pass von Torsten Frings umspielte der Brasilianer seinen Landsmann Lucio technisch perfekte und hämmerte die Kugel aus 16 Metern unter die Latte des Bayern-Tores. Und der SV Werder schaltete keinen Gang zurück und spielte und kombinierte schnell – zu schnell für den FC Bayern. Erst nach 20 Minuten „schoss“ der Rekordmeister das erste Mal aufs Tor, doch Per Mertesacker entschärfte die Situation. Dann eine symptomatische Situation: ein Freistoß aus 30 Metern – alle hofften auf einen weiteren Hammer von Naldo – doch dieses mal holte Pierre Womé die „Wumme“ aus der Tasche: mit 124 km/h schoss er den Ball in die Torwartecke zum 2:0 ein (34.) !!! Und wieder war Lucio nicht unschuldig, denn er verpasste es, die Flugbahn des Balles zu stoppen. Anschließend waren die Norddeutschen für einen kurzen Moment unaufmerksam, sodass Roy Makaay mit einem Seitfallzieher nur 2 Minuten später den Anschlusstreffer markierte. Mit einer hochverdienten 2:1-Führung gingen die Mannschaften in die Halbzeit.
Nach der Pause dann das Selbe Bild: von den Münchenern war kaum etwas zu sehen, und Werder spielte weiter munter auf. Doch man merkte den Bremern an, dass sie unter der Woche aktiv waren, die Beine wurden schwer, und so verdankten sie das 3:1 in der 62. Minute einem Bayern-Spieler: ein Sturmlauf des heute starken Pierre Womé, und seine Flanke schoss Lucio in das eigene Tor – der Brasilianer sorgte damit für die Vorentscheidung im Spitzenspiel. Daraufhin kontrollierten die Hanseaten das Geschehen und ließen die Münchner nur noch einmal vor fast arbeitslosen Tim Wiese aufkreuzen, doch der Ex-Bremer Claudio Pizarro scheiterte an Werders Viererkette. In den Schlussminuten sorgte Aaron Hunt noch einmal für Aufregung, er stürmte allein auf Oliver Kahn zu, doch sein Schuss streifte nur das Außennetz – bei dieser Aktion komplettierte Lucio seinen Seuchen-Tag, denn er holte sich eine Bänderdehnung beim Versuch, Werders Jungprofi einzuholen.
Mit einem überzeugenden 3:1 setzte sich der SV Werder Bremen gegen den Rekordmeister aus Bayern durch und etablierte sich damit an der Tabellenspitze. Nur der FC Schalke hat ebenfalls 16 Punkte auf dem Konto. Die Münchner haben 3 Zähler Rückstand auf Werder und rutschten auf Platz 4 ab. In der kommenden Woche müssen die Bremer beim FSV Mainz 05 antreten, am darauf folgen Dienstag wartet dann Levski Sofia in der Champions League.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.