Wome wechselt zu Werder

Werder Bremen verpflichtet zur kommenden Saison 2006/07 Pierre Wome von Inter Mailand. Der Kameruner erhält einen Vertrag bis zum 30.06.2008 und wechselt ablösefrei an die Weser. Das gab Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs am Mittwochmittag bekannt. Wome wurde am 26.03.1979 in Douala/Kamerun geboren, absolvierte bisher 67 Länderspiele (5 Tore) für die Auswahl seines Heimatlandes und nahm dabei unter anderem an den Weltmeisterschafts-Turnieren 1998 und 2002 teil. 2002 gewann er mit seinem Nationalteam den Titel bei der Afrika-Meisterschaft und holte 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney die Goldmedaille.

Der 1,81 große und 78 kg schwere Defensivspieler lief in der vergangenen Spielzeit 12 Mal für Inter Mailand in der Serie A auf und stand für die Italiener in sieben Champions-League-Partien auf dem Platz. Im vergangenen Sommer war Wome von Brescia Calcio nach Mailand gewechselt. Zuvor spielte er in Spanien bei Espanyol Barcelona, beim FC Fulham in der englischen Premier League und bei den italienischen Klubs FC Bologna, AS Rom, AS Lucchese Libertas und Vicenza Calcio. Insgesamt absolvierte der 27-Jährige in Italien, England und Spanien 123 Erstliga-Partien und schoss dabei sieben Tore.

"Wir sind froh, so schnell zum Vertragsabschluss gekommen zu sein. Wome ist ein Spieler, der mit seinen sportlichen Fähigkeiten und seiner Erfahrung sehr gut zu uns passt", freute sich Klaus Allofs über die Neuverpflichtung und fügte an: "Die Voraussetzungen sind gut, dass wir durch ihn das Niveau unserer Mannschaft noch weiter verbessern können." Auch Cheftrainer Schaaf zeigte sich erfreut: "Wenn man sieht, bei welchen Vereinen der Junge gespielt hat, ist klar, dass er ein Spieler von hoher Qualität ist", ist der Fußball-Lehrer überzeugt und ergänzt: "Wome wird die linke Abwehrseite bereichern und uns dort einen Schritt voran bringen. Von seiner reichhaltigen Erfahrung werden wir profitieren."

Glücklich über die Vertragsunterschrift zeigte sich auch Pierre Wome und lobte sein zukünftiges Team: "Werder ist eine Gruppe, die gut funktioniert. Ich werde jetzt versuchen, mich hier möglichst schnell und gut einzufügen." Außerdem verkündete er, nicht nur nach Bremen zu kommen, um die Stadt kennen zu lernen: "Mein Ziel ist es Stammspieler zu werden. Aber das Wichtigste ist, dass die Mannschaft Erfolg hat. Ich werde alles geben, so gut es geht dazu beizutragen", erklärte der ehemalige Nationalspieler und verriet, dass er die beiden Partien gegen Juventus mit großer Begeisterung verfolgt und vor seinen neuen Mitspielern sehr großen Respekt hat.

Dass Wome aktuell nicht mehr Nationalspieler Kameruns ist, hat einen tragischen Hintergrund. Im letzten Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2006 schoss Wome in der 4. Minute der Nachspielzeit den entscheidenden Elfmeter gegen Ägypten an den Pfosten. Fanatiker brannten daraufhin sein Haus nieder und drohten ihn umzubringen. "Deswegen habe ich beschlossen, nicht mehr für Kamerun aufzulaufen", erklärte er und flachste: "Für Werder würde ich aber sofort zum Strafstoß antreten, wenn ich darf!?" Klaus Allofs sieht den Rücktritt des linken Verteidigers mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Natürlich ist es immer schön einen Nationalspieler zu haben, aber jetzt müssen wir nicht fürchten, dass Pierre ständig zu Länderspielen abgestellt wird."

Darauf, dass Pierre Wome wie sein Landmann Timothee Atouba vom Hamburger SV nach Siegen vor der Fankurve tanzt, können sich die Werder-Fans aber nicht freuen: "Das ist nicht mein Ding", erklärte Wome.

Quelle: www.werder.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.